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Psychotherapie allgemein

In früheren Zeiten waren Geistliche, Schamanen und weise Älteste für psychologische Beratungen zuständig. In unserer Kultur erfand man dann unter dem Einfluss des Christentums die Trennung in Seele, Geist und Körper und delegierte die Heilung der Disharmonien an Kirchevertreter, Psychiater und Ärzte. Heute haben sich die Zuständigkeiten wieder vermischt unter den Fachleuten; es gibt Geistliche mit Psychotherapieausbildung, spirituelle Ärzte und Körpertherapeuten, die Psychologie gelernt haben - alle diese Fachleute erkennen die oben beschriebene Trennung als nur begrenzt wirksam an. In Langzeituntersuchungen zur Wirksamkeit verschiedener Psychotherapieformen konnte man nachweisen, dass nicht die Psychotherapieform, sondern die tragende Beziehung zum Therapeuten wirksam ist.

Wann brauchen Sie Psychotherapie?

Ich gebe Ihnen hier bewusst keine Diagnosen sondern beschreibe Warnzeichen, die eine Psychotherapie als wirksamste Therapieform nahe legen wie zum Beispiel:

  • Mehr als drei Monate anhaltende Schlafstörungen, Schmerzzustände
  • Erschöpfung; Unlust am Morgen, mangelnde Motivation für den Alltag
  • Sinnkrise oder sich anbahnende belastende Veränderungen im Leben
  • Mobbing, soziale Ausgrenzung am Arbeitsplatz oder im sozialen Umfeld
  • Schock - und Trauma, wenn nach 3 Wochen noch Restsymptome zurück bleiben
  • Ständige erschöpfende Träume über das Tagesgeschehen, den Arbeitsplatz
  • Zunehmender Rückzug (evtentuell Verbitterung) von sozialen Kontakten

Welche Psychotherapieformen gibt es?

Prinzipiell kann man als erstes zwischen körperorientierter Psychotherapie und Gesprächs- Psychotherapie unterscheiden und als zweites gibt es Gruppen- und Einzeltherapien.

  • Körperorientierte Psychotherapie
    Dies ist ein weites Feld, darunter gehören bsp. Atemtherapie, Shiatsu und Massagen sowie Therapieformen, in denen der Therapeut speziell auf Körpersignale seines Gegenübers achtet, diese spiegelt und neue Verhaltensweisen über andere Körperhaltungen einübt (z.B. Gestalttherapie, IBP, etc). Für eine Körpertherapie geeignet sind Leute, die Körperkontakt akzeptieren oder sogar geniessen und Personen, die aus irgendwelchen Gründen nicht zum Sprechen und Denken geneigt sind.
  • Gesprächspsychotherapie
    Hier kann man unterscheiden zwischen analytisch aufdeckender Therapie, die über Einsicht und Zugang zum Unbewussten arbeitet und Verhaltenstherapie, die übend und belohnend eine Veränderung bewirkt. Dazwischen gibt es viele Spielformen wie bsp. Hypnose. Für Verhaltenstherapie braucht es Übungsbereitschaft, die analytische Therapie ist geeignet für Denker mit genügendem finanziellen Polster (da diese Therapie lange dauert und mehrere Stunden pro Woche erforderlich sind).
  • Gruppentherapie
    Sie hat den Vorteil, dass Sie sich nicht mehr allein fühlen und soziale Kompetenz in einer geborgenen Atmosphäre üben können. Die meisten Klienten ziehen EInzeltherapie vor, weil sie sich scheu und gehemmt fühlen, vor allem und gerade wegen ihrer Problematik.

Wer bezahlt die Therapien?

Es gibt 4 Möglichkeiten:

  1. Sie zahlen es selbst
    Bitte klären Sie im Erstgespräch mit Ihrem Therapeuten die von ihm geschätzte Therapiedauer und Zahlungskonditionen ab. Es ist belastend, wenn man wegen finanziellen Schwierigkeiten eine gut laufende Therapie unterbrechen muss. Wenn Sie privat bezahlen, muss der Therapeut Sie nirgends melden mit Diagnose - das kann Vorteile haben (siehe Soziales).
  2. Sie gehen zu einem Psychiater
    Hier zahlt die Grundversicherung problemlos, Sie zahlen den mit Ihrer Krankenkasse abgemachten Selbstbehalt. Ihr Therapeut muss die Weiterführung der Therapie nach 40 Stunden mit Diagnose begründen. Aus der Rechnungsstellung ist unvermeidlich ersichtlich, dass Sie Psychotherapie machen. Die Krankenkassen sind durchlässig, das kann, muss aber nicht, sozial abträgliche Auswirkungen haben.
  3. Psychologe / Psychotherapeut
    Wenn Ihr Therapeut anerkannt ist und in den Räumen eines delegierenden Arztes arbeitet, können Sie von der "delegierten" Psychotherapie profitieren - hier gilt das Gleiche wie für den Psychiater.
  4. Abrechnung über Komplementärtherapie
    Dies ist möglich, wenn der Therapeut die von Krankenkassen anerkannten Bedingungen erfüllt und Sie als Klient eine komplementärmedizinische Versicherung abgeschlossen haben. Dies geht nur in jungen Jahren und wenn man praktisch noch nie krank war. Diagnosen dürfen die Komplementärtherapeuten nicht stellen, meistens will die Versicherung schon nach 9 Sitzungen eine Begründung und einen Therapieplan.

Soziales

Leider muss man sagen, dass auf allen Ebenen von politisch bis persönlich psychische Probleme geächtet und negiert werden. Schnell kann ein Klient als Simulant abgewertet werden - Psychotherapie ist die einzige DIsziplin, in der begründet werden muss, warum man den Klienten behandelt.

Psychotherapie am Kokoro

Psychotherapie am Kokoro findet im Rahmen der jeweils angewandten komplementärmedizinischen Therapieform und als delegierte von der Grundversicherung der Krankenkasse anerkannte Psychotherapie statt. Gemeinsam ist uns:

  • Systemisches Denken
    Wir sehen den Klienten in seinem familiären und sozialen Bezug
  • Körperorientiertes Denken
    Wir sind überzeugt, dass unbewusste körperliche Regelkreise als erlernte Überlebensstrategien und bestmögliche Kompromisse unser Verhalten bestimmen, auch wenn sie überholt oder sogar schädlich sind. Wir können diese sich als Verspannungen und frühe Reflexe zeigende Schäden direkt angehen und körperlich lösen. Dadurch erholt sich der Körper und als ganzer Mensch sind Sie fähig, gesunde Neuentscheidungen zu treffen und durchzuziehen.
  • Holistisches Denken
    Dazu gehören Themen wie Lebenssinn, eingebettet sein in einen grösseren Zusammenhang, Bezug zum Höheren Selbst - kurz die ganze spirituelle Palette.
  • Umgang mit "Energien"
    Auch wenn wir diese nicht nachweisen können, haben wir von unserem komplementärmedizinischen Ansätzen her ein Denken, das über das medizinisch Fassbare hinausgeht, nicht erklärbare Phänomene und Zustände willkommen heisst und diese teilweise auch aus unserer Sicht erklären und lösen können.

Psychotherapie am Kokoro
Dr. med. Barbara Schmid und lic.phil. Maria Bernasconi

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